Wandertag in Liège

"So nah ist das Ausland?"
"Hier ist es ja ganz anders als bei uns". "Die Leute verstehen ja gar kein Englisch". - Das ist eine Auswahl an Kommentaren, die einige Schülerinnen und Schüler der Stufen 12, 11 und 10 abgaben, als sie auf der Rückreise von Liège waren. Die Fachschaft Französisch hatte eine Tour ins französischsprachige Belgien am Wandertag unter dem Motto organisiert: "Joindre l'agréable à l'utile": Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.
Die Großstadt Liège, auf Deutsch "Lüttich", liegt nur ca. 140km westlich von Köln(-Höhenberg) im französischsprachigen Teil Belgiens und gilt als das kulturelle Zentrum Walloniens. Der Doppeldeckerbus mit Fahrer Gino steuerte wunschgemäß zunächst "Die (rote) Hölle von Scelessin" an - damit ist das Stadion von Standard Lüttich (Standard de Liège) gemeint . Der Verein steht in diesem Jahr auf dem 4. Platz in der belgischen Liga. Die "Rouges" (Roten) standen dann auch im Zentrum des ersten Programmpunkts in der Innenstadt: Die Jungen des Grundkurs Französisch der Stufe 12 hatten Interviewfragen zum Thema "Standard de Liège" in der Fremdsprache ausgearbeitet und testeten so Passanten über ihr Wissen zum lokalen Erstligisten. Insbesondere die Mädchen aus den anderen Kursen hatten das Shoppingcenter im Visier: Sie mussten nach dem Weg fragen, einen Bus nehmen und Preise erkunden. Dabei stellten sie dann fest, dass sie tatsächlich mit Französisch am ehesten weiterkamen - und am Ende erschienen sie mit vollen Einkaufstüten und leeren Portemonnaies zurück am Bus. Einige Teilnehmer(innen) besichtigten sogar die bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt: den fürstbischöflichen Palast, die "Grande Place" mit dem bekannten Brunnen, die Kirche Saint Barthelémy und das Musée Grand Curtius, nah am Maasufer gelegen, die Montagne de Bueren, die berühmte Treppenstraße mit 373 Stufen (die tatsächlich von einigen der ältesten Reiseteilnehmer erklommen wurden) u.v.m. Lüttich besitzt den drittgrößten Binnenhafen der Welt und ist auch an den TGV bzw. Thalys Köln-Brüssel bzw. Köln -Paris angeschlossen: der Bahnhof Liège- Guillemins fasziniert durch seine moderne Glasdacharchitektur. Kulinarisches wurde zum Schluss auch probiert: echte belgische Pommes, "les frites", und belgische Waffeln "gaufres". Französisch sprechen, belgisch essen, shoppen und staunen - eben Nützliches und Angenehmes verbinden.

I. Schleich

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